Krippen-Stübchen Mörlenbach

Maria durch den Dornwald ging.

Szene in Kasten eingebaut 2014/2015
Bewegliche Figur, Erde aus Israel

Ursprünglich handelt es sich bei „Maria durch den Dornwald ging“ um ein regionales Wallfahrtslied mit insgesamt 7 Strophen. Die ersten 3 Strophen, mit denen das Lied auch
bekannt ist, beziehen sich
auf Marias Besuch bei Elisabeth aus dem Lukas-Evangelium (Lk1, 39ff).

Der Dornwald, durch den Maria geht, steht sinnbildlich für Tod und Unfruchtbarkeit.
Beim Vorübergang Marias mit dem göttlichen Kind erblüht er aber zum

Leben und wird zum Sinnbild von Hoffnung.

Maria durch den Dornwald ging.
Kyrie eleison!
Maria durch den Dornwald ging
Der hat in 7 Jahren kein Laub getragen.
Jesus und Maria!

Was trug Maria unter ihrem Herzen?
Kyrie eleison!
Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
das trug Maria unter ihrem Herzen.
Jesus und Maria!

Da haben die Rosen Dornen getragen.
Kyrie eleison!
Als das Kindlein durch den Wald getragen,
da haben die Dornen Rosen getragen.
Jesus und Maria!

Das Fest Mariä Heimsuchung (lateinisch: Visitatio Mariae) erinnert an den Besuch der Gottesmutter Maria bei ihrer Cousine Elisabet. Dieses Ereignisses gedenken sowohl die römisch-katholische und die altkatholische Kirche als auch Teile der anglikanischen Gemeinschaft und die lutherischen Kirchen.

Die Episode, die nur vom Evangelisten Lukas (Lk 1,39–40 EU) im Anschluss an die Verkündigungsszene erzählt wird, lautet wie folgt:Die schwangere Maria macht sich auf den Weg, um ihre Verwandte Elisabet zu besuchen (daher „Heimsuchung“) und die Freude mit ihr zu teilen. Elisabet, selbst im sechsten Monat mit Johannes dem Täufer schwanger, grüßt sie mit den Worten: „Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ Maria antwortet mit ihrem berühmten Loblied, dem Magnificat (Lk 1,46–55 EU).
Der Gruß Elisabets fand auch Eingang in den Wortlaut des Ave Maria und mittelbar in andere Gebete wie den Angelus oder den Rosenkranz.

Das ursprüngliche Datum dieses Festes ist der 2. Juli. Das Fest wurde im Jahr 1263 von Johannes Bonaventura, dem Generalminister der Franziskaner, für den Orden eingeführt. Durch das schnelle Wachsen des Franziskanerordens fand es in der ganzen Westkirche rasch Verbreitung.

Unter Papst Pius V. wurde der Festtag am 2. Juli in den römischen Generalkalender aufgenommen. Da der 2. Juli der Tag nach der Oktav des Geburtsfestes Johannes’ des Täufers war, verlegte die Liturgiereform in Folge des Zweiten Vatikanischen Konzils das Fest im römischen Generalkalender auf den 31. Mai (bis dahin das Fest Maria Königin). Auf diese Weise wurde das Fest Mariä Heimsuchung dort zugleich der Abschluss des traditionellen Marienmonats. Im Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet blieb es weiterhin am 2. Juli. Auch in der altkatholischen und der lutherischen Kirche wird das Fest am 2. Juli begangen.